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Pure Effizienz – so funktionieren Translation-Memory-Systeme
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09.08.2018 15:55
von Victoria Tymczuk

Pure Effizienz

So funktionieren Translation-Memory-Systeme

Moderne Unternehmen und Dienstleister stützen sich zur Effizienzsteigerung auf branchenspezifische Software, die ihre internen Prozesse beschleunigen und dadurch zu Zeit- und Kostenersparnissen führen. Auch in der Übersetzungsbranche gibt es eine breite Auswahl an Tools und Software, die die Effizienz der Sprachdienstleistungen steigern sollen. So sind beispielsweise Translation-Memory-Systeme (TMS) heutzutage Teil jedes Übersetzungsunternehmens. Sie dienen zur Qualitätssicherung der Übersetzungsdienstleistungen, Prozessbeschleunigung und gleichzeitig zur Senkung der Übersetzungskosten.

Und so funktioniert´s

Translation-Memory-Systeme sind Datenbanken in Form von Übersetzungsspeichern, in denen sämtliche vorhandene Übersetzungen eines Kunden abgelegt und bei künftigen Übersetzungsaufträgen wiederverwendet werden können. Die Übersetzungen werden nach Abschluss eines Projekts zweisprachig, in Form von einzelnen Textsegmenten gespeichert. Beim nächsten Übersetzungsauftrag wird der Ausgangstext auf übereinstimmende Textsegmente und Wiederholungen analysiert, die direkt in die neue Übersetzung integriert werden. Bei der Analyse wird zwischen folgenden Übereinstimmungen unterschieden:

Bei einem Full-Match (100 %-Treffer) stimmt der Ausgangstext vollständig mit einem im Translation Memory gespeicherten Textsegment überein.

Bei einem Fuzzy-Match (99 %- bis 75 %-Treffer) stimmt der Ausgangstext nur teilweise mit einem im Translation Memory gespeicherten Textsegment überein. Je größer die Abweichung ist, desto tiefer ist der Match-Wert.

Zudem werden auch textinterne Wiederholungen erkannt und übernommen.

Dank dieser Such- und Speichermechanismen hat der Übersetzer also die Möglichkeit, die vom Translation-Memory-System vorgeschlagenen Textsegmente, die ganz oder teilweise mit bereits übersetzten Textstellen übereinstimmen, wiederzuverwenden. Der Übersetzer muss dabei jedes Textsegment überprüfen und entscheiden, ob die vorgeschlagene Übersetzung auch in diesem Kontext als passend einzustufen ist oder noch angepasst werden muss. Die Inhalte des Translation Memory dienen daher lediglich als Referenzmaterial und müssen in jedem Fall bestätigt oder gegebenenfalls angepasst werden.

Gut zu wissen

  • Bei Translation-Memory-Systemen handelt es sich nicht um maschinelle Übersetzungen. Sämtliche gespeicherte Textsegmente wurden von einem professionellen Übersetzer übersetzt und werden lediglich wiederverwendet. Translation-Memory-Systeme sind daher als unterstützende Hilfsmittel zu werten, die auf menschlicher Arbeit basieren. Zudem müssen stets sämtliche Übersetzungsvorschläge des Translation-Memory-Systems kontrolliert, gegebenenfalls angepasst und bestätigt werden.

 

  • Ein Übersetzungsdienstleister muss darauf achten, dass die Inhalte eines Translation Memory qualitativ einwandfrei sind, damit sie bei Texten mit demselben Kontext wiederverwendet werden können. Ist dies nicht der Fall, kann die Datenbank nicht verwendet werden und ist somit wertlos.

 

  • Der klassische Aufbau eines Translation Memory erfolgt kontinuierlich, indem jedes abgeschlossene Übersetzungsprojekt in das Translation Memory eingespeichert wird. Ein Translation Memory kann aber auch aus bereits bestehenden Übersetzungen erzeugt werden. Mithilfe eines sogenannten Alignments können Textsegmente aus der Ausgangs- und Zielsprache einander zugeordnet und im Translation Memory gespeichert werden.

 

  • Bei der Zusammenarbeit mit einem Übersetzungsunternehmen oder einem freiberuflichen Übersetzer sollten Sie die Preisgestaltung von Beginn an gemeinsam festlegen und genau definieren, welche Rabatte Ihnen bei den unterschiedlichen Matches (Übereinstimmungen) gewährt werden.

 

  • Legen Sie auch den Umfang der Nutzung der Translation Memories von Beginn an fest. Aus rechtlicher Sicht ist es nicht ganz einfach, zu definieren, wem die Inhalte des Translation Memory schlußendlich gehören. Streng genommen unterliegen Übersetzungen dem Urheberrecht. Sollten Sie diese Inhalte auch intern nutzen und Zugriff darauf haben wollen, besprechen Sie dies am besten von Beginn an mit Ihrem Übersetzungsdienstleister, um Missverständnisse und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Fragen Sie uns

Das Thema der Translation-Memory-Systeme ist breitgefächert und kann mit einem Blog-Artikel noch lange nicht abgedeckt werden. Bei Fragen und weiterem Informationsbedarf geben wir Ihnen gerne Auskunft und gewähren Ihnen Einblicke in unsere Arbeitsweise – selbstverständlich kostenfrei und ganz nach dem Motto „All in One at LS One“.

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